Gribs-Konzept

Konzept mit Gribs

Stand der Dinge

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“Gribs-Konzepte”


Ist-Zustand (Dez. 2004): Etwa 27 Mio. sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer finanzieren zur Zeit etwas 4,4 Mio. Arbeitslose, also ein Verhältnis von etwa 6,1:1. Tendenziell steigt die Arbeitslosigkeit weiter.


Problem: Die Wirtschaft befindet sich in einer Abwärtsspirale, da diejenigen, die (noch) Arbeit haben, um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Vorbeugend treten sie in eine Art “Käuferstreik” (ihnen fehlt “Kaufmut”, sie überlegen sich genau, wieviel und für was sie Geld ausgeben), was die Abwärtsspirale beschleunigt und tatsächlich immer mehr Arbeitsplätze gefährdet.

Was macht die Politik?: Bisher sind verschiedene Konzepte seitens SPD aber auch CDU bekannt geworden. Hierzu zählt das “Hartz-Konzept“, das anstatt die Arbeitslosigkeit per se zu bekämpfen, praktisch die Rechte der Arbeitslosen bekämpft. So sollen etwa Arbeitslose künftig eine weitere Strecke zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen müssen. (Das ist ja toll, wenn ein Frankfurter Arbeitsloser dazu verdonnert werden kann, eine angebotene Arbeitsstelle in Köln anzutreten. Leider wird hiervon der Kölner Arbeitslose nicht beglückt sein!)

Völlig konträr zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist das Ergebnis der “Rürupp-Kommission” zu bewerten. Eine längere Lebensarbeitszeit schafft bestimmt keine neuen Arbeitsplätze.


Auch von der momentanen Opposition CDU kommen Ideen, die - vernünftig betrachtet - eher dazu geeignet wären, noch mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit zu führen, als nur eine Arbeitsstelle zu sichern. So hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch vorgeschlagen, die wöchentliche Arbeitszeit zu erhöhen. (”Die Leute sind nicht bereit, auf Lohn zu verzichten, sie sind eher bereit, länger zu arbeiten”). Ähnliches war von Angela Merkel zu hören.

Kosten oder Ertragsproblem? Erstaunlicherweise hat die Wirtschaft ihr eigentliches Problem noch gar nicht erkannt. Die Wirtschaft - und leider folgt ihnen darin die Politik - meint, ihr größtes Problem seien die Kosten. Hier widerspreche ich nachdrücklich! Die Wirtschaft hat ein Ertragsproblem. Das hat diverse Ursachen, die sich aber auf die zwei Hauptprobleme “fehlende Kaufkraft” und “fehlender Kaufmut” fokussieren lassen. Fehlende Kaufkraft stimmt nur in so weit, als dass die Kaufkraft nur unzureichend gerecht verteilt ist. Schließlich hatten wir trotz allem in den letzten Jahren Wirtschaftswachstum, was einer zumindest theoretischen Kaufkraftsteigerung gleich kommt. Es gibt aber zu viele Menschen, die in den letzten Jahren am Wirtschaftswachstum kaum oder zu wenig partizipiert haben (z.B. natürlich die Arbeitslosen). In meinen Augen spielt zur Zeit der fehlende Kaufmut aber eine wesentlich bedeutendere Rolle beim Wegbrechen der Erträge für die Wirtschaft.


Viele Menschen haben Sorge um ihren Arbeitsplatz, beugen den finanziellen Einbußen, die einem möglichen Arbeitsplatzverlust unweigerlich folgen würden, mit Sparmaßnahmen vor. (”Der Schlafzimmerschrank hält auch noch weitere fünf Jahre, das Auto kann auch noch fahren, Balkonien tut’s als Urlaubsziel auch”).

Dieses Konzept weist nach, dass innerhalb kürzester Zeit Vollbeschäftigung möglich ist, ohne dass Arbeitgeber mehr bezahlen müssen, Arbeitnehmer maximal auf 5,9% Nettolohn verzichten müssen, das Steueraufkommen gleich bleibt, ebenso die Einzahlungen in Renten- und Krankenkasse. Es liegt jetzt nur noch an Ihnen…

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